Das Therapeutic Spiral Model


Das TSM ist ein Psychodrama Model, das für die sichere Arbeit mit Trauma entwickelt wurde. Es eignet sich insbesondere für die Verarbeitung von Traumata, die im zwischenmenschlichen Bereich entstanden sind und es bietet

  • ein theoretisches Verständnis, wie sich traumatische Erlebnisse in die Selbst-Organisation eines Menschen einbetten
  • Interventionen, um mehr Containment anbieten zu können
  • Strukturen, um einen sicheren Rahmen und Ressourcen zu entwickeln
  • Vorlagen, um mit traumatischen Erinnerungen in einer nicht-regressiven Art zu arbeiten

Im Gegensatz zum klassischen Psychodrama, das einen Schwerpunkt auf das zwischenmenschliche Handeln legt, stellen wir im TSM die intrapsychische Selbst-Organisation des Klienten in den Mittelpunkt unseres Vorgehens. Traumatische Erlebnisse führen zu einer fragmentierten und verzerrten inneren Selbst-Organisation. Deshalb ist es wichtig, eben diese Selbst-Organisation positiv zu unterstützen, bevor (und während) wir mit traumatischen Erinnerungen arbeiten.

 

Das TSM ist ein nicht-regressiver Ansatz. Wir beobachten fortwährend, in welchem inneren Erleben sich die Klientin befindet und unterstützen sie, sich selbst regulieren zu können und sich als selbst-wirksam zu erleben. Während der Arbeit mit traumatischen Erinnerungen soll sie sich in einem erwachsenen inneren Erleben befinden und nicht vom Strudel der Vergangenheit überwältigt werden.

 

Gerade die Arbeit mit schwerem Trauma erfordert oft auch ein Einzelsetting. Die Interventionen, Strukturen und Vorlagen des TSM lassen sich sowohl im Einzelsetting als auch im Gruppensetting anwenden.

 

Wir leben momentan in einer Welt, in der viele Menschen unter den Folgen von traumatischen Erlebnissen leiden. Ansätze, die die besonderen Herausforderungen der Traumaarbeit integrieren, werden eine zentrale Rolle für die persönliche und die gesellschaftliche Gesundheit spielen. Hierbei kann ein trauma-spezifisches Psychodrama Model wie das TSM einen wertvollen Beitrag leisten.